Sportlerinnen 2017

Michaela Stutz (Dülmen)

G-Judo

 

 

Michaela Stutz ist eine Ausnahme-athletin in ihrem Sport, dem G-Judo. Die junge Dülmenerin, die eine geistige Behinderung hat, ist die erste Frau, die die Prüfungsanforderungen zum Schwarzgurt erfüllt. Daher legt sie bei Turnieren ihre Konkurrenten aus allen Herren Ländern reihenweise und regelmäßig aufs Kreuz und eilt somit von Erfolg zu Erfolg. Nach dem Weltmeistertitel im vergangenen Jahr sichert sich Michaela Stutz von der DJK Dülmen, die abseits der Matte eher schüchtern und zurückhaltend ist, im Jahr 2018 auch bei der ersten Europameisterschaft in England souverän den Titel.    

Linda Efler (Lüdinghausen)

Badminton

 

Bei den nationalen Titelkämpfen zu Beginn des Jahres in Bielefeld waren Efler, die für den Erstligisten Union Lüdinghausen aufschlägt, und Marvin Seidel (1. BC Bischmisheim) auf Gold programmiert. Doch weil ihr Mixed-Partner sich im Halbfinale verletzte, reichte es "nur" zu Bronze in ihrer Paradedisziplin. Im Damen-Doppel wurden Efler und die Bischmisheimerin Olga Konon ebenfalls Dritte. Silber gab's für die gebürtige Emsdettenerin und die deutsche Mannschaft wenig später bei der Team-EM im russischen Kazan. In der Mixed-Weltrangliste belegen Efler/Seidel aktuell den 22. Rang. Sich für Olympia 2020 in Tokio zu qualifizieren, ist das erklärte Ziel der beiden.


Anna Aehling (Coesfeld)

Fußball

 

Anna Aehling, die erfolgreiche Fußballerin aus Coesfeld, die für den FSV Gütersloh spielt, ist pausenlos unterwegs. In Litauen, wo die Europameisterschaft der U 17-Juniorinnen ausgetragen werden, marschiert sie mit der deutschen Nationalmannschaft bis ins Finale, das Spanien 2:0 gewinnt. „Natürlich bin ich noch immer tief enttäuscht über die Niederlage. Ein Finale verliert keiner gern – und erst recht nicht bei der EM“, erzählt die Mittelfeldspielerin, „dafür haben wir uns für die Weltmeisterschaft qualifiziert." Für den Trip nach Uruguay muss sie wieder ihre Koffer packen. In der Heimat ist die Vielreisende nur selten. 

Kerstin Schulze Kalthoff (Leichtathletik) LG Rosendahl 

 

 

Kerstin Schulze Kalthoff, die aus-dauernde Läuferin der LG Rosendahl, ist aus der Jugend neu in die Klasse der Frauen bzw. Juniorinnen aufgestiegen. Auch gegen die ältere Konkurrenz weiß sie sich zu behaupten. Ihre Erfolge sind höchst eindrucksvoll: Platz 6 bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften über 3000 m Hindernis (10:45,39 min),  Platz 8 bei den Deutschen Cross-meisterschaften der Juniorinnen und Platz 3 bei den Deutschen Hochschul-meisterschaften über 3000 m (10:14,74 min).  Mit gerade mal 20 Jahren gehört ihr die Zukunft. Zum Saisonende wird sie auch noch Westfälische Cross-meisterin bei den Frauen.


 

Helen Langehanenberg (Billerbeck) Dressurreiten

 

Helen Langehanenberg, die Dressur-reiterin aus Billerbeck, feiert nur vier Wochen nach der Geburt ihrer zweiten Tochter Finja ihr Comeback in Rekord-zeit – und das gleich auf der ganz großen Bühne: beim CHIO in Aachen. Mit 77,034 Prozent ist sie im Nationen-preis die beste Dressurreiterin der deutschen Equipe. Dass sie trotz weiterer guter Vorstellungen "nur" als Ersatz für die Weltreiterspiele in Tryon (USA) nominiert wird, kann sie ver-schmerzen. „Wenn es nicht mit der WM klappt, dann steht halt der Weltcup an“, sagt sich Langehanenberg und belegt mit ihrem Paradepferd "Damsey" Platz zwei beim Auftaktwettbewerb in Herning (Dänemark).

Yvonne Li (Lüdinghasuen)

Badminton

Yvonne Li, Einzel-Spezialistin des Badminton-Bundesligisten Union Lüdinghausen, hatte bei den Deutschen Meisterschaften in Bielefeld lange ein Abo auf den Bronze-Rang. Doch 2018 - nach vier dritten Plätzen in Serie - kämpfte sich die 20-Jährige zum ersten Mal ins Endspiel vor. Dort hatte sie Luise Heim am Rande einer Niederlage, ließ aber einen Matchball in Satz zwei aus und verlor schließlich in drei Durchgängen. Li zählte zwei Wochen später bei der Team-EM im russischen Kazan zu jener DBV-Auswahl, die am Ende Silber gewann. Ende September gewann sie die "Czech Open".


Jil-Marielle Becks (Reiten) Ottmarsbocholt

 

Für Dressur-Ass Jil-Marielle Becks war 2018 ein kolossal erfolgreiches Jahr. Obwohl die 20-Jährige Ottmars-bocholterin erst seit kurzer Zeit auf Grand-Prix-Niveau reitet, war sie im August bei der U25-EM im nieder-ländischen Exloo das Maß der Dinge. Auf ihrem zehnjährigen Wallach Damon's Satelite gewann Becks sowohl im Einzel als auch mit der deutschen Equipe Gold. Überdies gab's für das Paar Bronze in der Kür. Bereits im Juli, beim CHIO Aachen, hatten Becks und ihr Paradepferd groß aufgetrumpft: Sie siegten mit der Mannschaft im U25-Nationenpreis, im Grand Prix und in der Intermediaire-II-Prüfung.

Jule Hake (Olfen),

Kanusport 

 

Die  19-jährige Kanutin fährt für den Kanu und Ski-Club Lünen. In 2018 steigt die Olfenerin in die Leistungs-klasse auf und hat sich gleich für die U23-Nationalmannschaft qualifiziert. Bei der Kanu-Weltmeisterschaft im bulgarischen Plovdiv wird Jule Hake U23-Weltmeisterin im K1 über 1000 Meter. An gleicher Stelle wird sie im K2 über 500 Meter Vize-Weltmeisterin. Bei der Deutschen Meisterschaft in Hamburg holt sie sich gleich sechs Silbermedaillen ab: Im K1 500 Meter, K1 1000 Meter, K1 5000 Meter, K2 500 Meter, K4 500 Meter und im Parallel-sprint 200 Meter. Im K1 über 200 Meter wird sie in Hamburg zudem Dritte.


Andrea Eling (Rettungsschwimmen) Herbern

 

Für Andrea Eling (DLRG Ascheberg-Herbern) war Irland absolut eine Reise wert. Bei der Junioren-EM in Limerick gewann die 17-Jährige ihre erste Goldmedaille bei kontinentalen Titelkämpfen. Eling distanzierte in der Disziplin "Beach Flags" die ver-sammelte europäische Elite. Zudem war die junge Herbernerin in Irland maßgeblich an zwei dritten, zwei vierten und einem fünften Platz für das deutsche Nachwuchs-Team beteiligt. Bei Kreis-, Verbands- und Deutschen Meisterschaften hat die Gymnasiastin bereits eine Vielzahl an Medaillen gesammelt. 

Claire-Louise Averkorn (Reiten)

Nottuln

 

Die Nottulnerin Claire-Louise Averkorn sichert sich im Mai den Sieg im U 25-Dressur-Derby mit Pferdewechsel in Hamburg. Das Mitglied der Perspektivgruppe Dressur des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) in Warendorf gewinnt zunächst mit ihrem 14-jährigen Condio B die Qualifikationsprüfung. Im Finale stellt die Sportsoldatin sodann die drei Pferde ihrer Konkurrentinnen im Viereck vor und gewinnt am Ende hochverdient. „Ich war sehr schnell hintereinander dran und hatte kaum Zeit zum Nachdenken. Ich denke, das war für mich das Beste“, freute sich die Nottulnerin. Im Vorjahr war die 23-Jährige in Hamburg Zweite geworden.


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