Sportgala am 28. Februar 2020

 Sportler, Sportlerinnen und Mannschaften des Jahres sowie Sport-Oscar-Träger.
Sportler, Sportlerinnen und Mannschaften des Jahres sowie Sport-Oscar-Träger.

Im Sprint auf das Siegerpodest

Sportgala ehrt mit Manuel Sanders den besten Sportler des Jahres 2019:

Von Norbert Klein 

 

KREIS COESFELD. Manuel Sanders läuft allen davon. Der Dülmener Leichtathlet wird nicht nur sprintstark Deutscher Meister über 400 m, sondern spurtet auch bei der Kreissportlerwahl 2019 an allen Konkurrenten vorbei. Der für die LG Olympia Dortmund startende Shooting-Star belegt mit 23,12 % klar den 1. Platz. Olympia? So heißt nicht nur sein Verein, der Name ist auch Programm, wie er gestern Abend während der Sportgala in der Diskothek Fabrik gerne offenbart. „Das Ziel Olympia in Tokio ist im Hinterkopf“, erklärt der sympathische Sportler und nimmt von Heinrich-Georg Krumme nicht nur die gläserne Trophäe entgegen. „Wir alle drücken Ihnen die Daumen für die Qualifikation“, wünscht ihm der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Westmünsterland viel Glück - und mit ihm über viele hundert begeisterte Besucher.

 

Schon früh in diesem Jahr ist die Fabrik ausverkauft. Die jugendliche, entspannte Atmosphäre hat im vergangenen Jahr bei der Premiere alle begeistert – die Nominierten, die Gäste und die Veranstalter, die erneut auf das verjüngte und modernisierte Konzept setzen. Bei der Gala gestern Abend werden die Gäste wegen der aktuellen Coronavirus-Situation vom Veranstalter auf Plakaten im Eingangsbereich gebeten, „im Hinblick auf Ihre und unsere Gesundheit als vorbeugende Maßnahme heute auf die Begrüßung per Händedruck zu verzichten.“ Eine Bitte, die beherzigt wird.

 

In seiner Begrüßung streift Moderator Marc Zahlmann kurz das Thema, bevor er dem Gastgeber Komplimente macht. „Wir fühlen uns schon beim zweiten Mal in der Fabrik richtig heimisch“, betont er auch im Namen seiner Co-Moderatorin Karin Schnaase-Bermann, der er herzlich zur Geburt ihrer Tochter Lea gratuliert.

 

Und dann starten die spritzigen Video-Clips mit Vorstellung der Nominierten. Den Anfang machen traditionell die Sportler. Leichtathlet Manuel Sanders ist in diesem Jahr nicht zu schlagen. Mit 6,1 % Prozent lässt er den Zweitplatzierten Marco Hetfeld hinter sich. Der Letteraner Rettungsschwimmer und Neuling im Wettbewerb kommt mit 17,02 Prozent auf Platz 2. Heinrich Georg Krumme kann ihm leider keinen Pokal überreichen. Der erfolgreiche Sportler ist  derzeit zum Training in Australien „abgetaucht“ - und grüßt per Video-Botschaft.  Dritter im Sieger-Trio ist der Coesfelder Bogenschütze Danny Becker, Weltmeister in der Klasse „Bowhunter unlimited“ - Dritter war er auch 2018..

 

Erstmals in der 20-jährigen Geschichte des Sportmedienpreises führen gleich zwei Sportlerinnen aus dem südlichsten Zipfel des Kreises die Siegerliste an. Rettungsschwimmerin Andrea Eling aus Herbern siegt mit 15,61 % knapp vor der Kanutin Jule Hake aus Olfen mit 14,82 %, Das Rampenlicht ist beiden schon vertraut: Hake kam 2016 auf den 2. Rang, Eling holte 2018 ebenfalls den 2. Platz, kann aber in diesem Jahr den Applaus nicht genießen. Ihr Sport fordert seinen Preis. „Ich bin im Moment im Trainingslager in Kapstadt“, verkündet sie per Video-Botschaft, strahlende Sonne, blauer Himmel und Meeresrauschen inklusive. Und auch Jule Hake ist nicht live dabei. Nach ihrer Rückkehr aus Florida weilt sie derzeit zu einem Test in Potsdam,  wie sie die Besucher  per Video-Botschaft wissen lässt. Den 3. Platz belegt die Billerbecker Reiterin Shona Benner – der Neuling unter den Nominierten holt 14,30 % und freut sich über den Sportmedienpreis aus der Hand von Chefredakteur Dr. Norbert Tiemann.

 

Das große Kino mit den Video-Clips geht zügig weiter. Die Porträts der nominierten Mannschaften flimmern über die Leinwand. Große Spannung auch hier. Indiaca ist wieder einmal angesagt. Dieses Mal sind es die Damen + 19 von Grün Weiß Hausdülmen, die mit 21,52 % uneinholbar den 1. Platz belegen und von Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr den Pokal entgegennehmen. Jubel auch bei bei den Coesfeldern im Publikum. Erstmals nominiert kommt die weibliche U 16 der LG Coesfeld mit 14.31 % auf Platz 2, dicht gefolgt von der 1. Herren-Volleyball-Mannschaft der SG Coesfeld mit 13,95 %. 2017 hatte das Team den 1. Platz belegt.

 

Und weiter geht es mit einem besonderen Highlight. Bernd Heuermann („Ich bin begeistert von dem Abend“) verleiht als Präsident des Kreissportbundes unter dem Beifall der Besucher zum 2. Mal den Sport-Oscar für besonderes ehrenamtliches Engagement im Sport. Der neue Preisträger: Lothar Feldmann von DJK Grün-Weiß Nottuln. Überraschung beim Publikum, Überraschung beim Preisträger – keiner hat etwas gewusst.

Sonderseite zur Sportgala
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Sport-Oscar für die „gute Seele des Vereins“

Lothar Feldmann von der DJK GW Nottuln geehrt

KREIS COESFELD (nk). Lothar Feldmann von der DJK Grün-Weiß Nottuln heißt der neue Preisträger des Sport-Oscars des Kreissportbundes Coesfeld (KSB). Der Pokal wurde gestern Abend während der Sportgala zum zweiten Mal in der Geschichte des Sportmedienpreises verliehen.

„Wir haben auch in diesem Jahr eine besondere Person gefunden“, betonte KSB-Präsident Bernd Heuermann zu Beginn seiner Laudatio und lieferte eine Fülle an Gründen für die Richtigkeit der Entscheidung, Lothar Feldmann zu ehren. Sein Verein, so der KSB-Chef,  beschreibe ihn als „Mann der ersten und letzten Stunde“, als „Gesicht des Vereins“ und als jemanden, auf den man sich uneingeschränkt verlassen könne. Der Preisträger werde weiter beschrieben als „loyal“, „tatkräftig“, „hilfsbereit“, „sehr engagiert“, „immer ansprechbar“, „einfallsreich“, „liebenswert“ und einfach als „gute Seele des Vereins.“

Feldmann, so Heuermann weiter, sei bereits seit über zwanzig Jahren stellvertretender Vorsitzender seines Vereins, habe für jeden ein offenes Ohr und helfe, wo er nur helfen könne. Dabei halte er sich aber lieber im Verborgenen und sei ein Mann der Tat. Ob Tribünen- oder Kabinenneubau, Geschäftsstellen-renovierung, Stiftslauf, Streetbasketballturnier, Stadionmesse oder regelmäßige Aufgaben – der neue Preisträger sei aktiv dabei und „man könnte meinen, dass es ein ehrenamtlicher Vollzeitjob ist, den er ausfülle.“ (Heuermann). Denn bei den wöchentlichen Öffnungszeiten der Vereinsgeschäftsstelle sei er immer anwesend und ansprechbar für die Mitglieder. Insbesondere junge Vereinsmitglieder könnten im Sportlerheim dank seines zuverlässigen Einsatzes Fußball auf dem Sender SKY verfolgen.

„All die Beispiele zeigen, dass unser Preisträger jemand ist, der sich erheblich für seinen Verein und die Vereinsmitglieder engagiert und einsetzt“, so Heuermann. Und ein Privatleben habe er natürlich auch noch. Lothar Feldmann ist verheiratet, hat zwei Kinder und ist 72 Jahre alt.  Er sei ein Vorbild für viele andere ehrenamtlich Tätige und zeige, wie wertvoll Sportehrenamt sei, erklärte Heuermann unter dem Beifall der über 500 Besucher.

Kreissportbund Coesfeld e.V.
Borkener Straße 13
48653 Coesfeld

 

Infos  zum Sportmedienpreis:

  

smp@ksb-coesfeld.de